Eine vermeintlich leichte Aufgabe steht dem Handball- Landesligisten HSC Landwehrhagen ins Haus. Mit einem Derby-Sieg beim Schlusslicht TSV Ihringshausen kann der HSC seine Titelchancen wahren (Anwurf in der Sporthalle Eichhecke: Sonntag, 18 Uhr).
Während die Landwehrhäger bereits ihren siebten Sieg in Folge anstreben, verließen die Ihringshäuser zuletzt fünfmal hintereinander die Halle als Verlierer.
„Trotzdem wird das für uns eines der schwersten Spiele der gesamten Saison“, warnt HSC-Trainer Hazim Prezic seine Akteure davor, die Aufgabe auf die leichte Schulter zu nehmen.
Was Prezic zu besonderer Vorsicht veranlasst, ist der Derbycharakter des Nachbarschaftsduells und die Tatsache, dass mit Donatas Kudzma und Constantin Ionescu zwei „alte“ Landwehrhäger beim TSV spielen. „Auch wenn wir das Hinspiel klar mit 28:18 für uns entschieden haben, so ist doch das Rückspiel längst nicht von vornherein gewonnen.“ Da sei es schon wichtig, „dass meine Spieler die Tabellensituation beider Teams aus den Köpfen bekommen und 60 Minuten lang ihr Bestes geben.“
Was tatsächlich das Beste ist, das der HSC derzeit zu bieten hat, das sah man zuletzt im zweiten Durchgang gegen Eitra/Oberhaun. „Wenn meine Mannschaft es endlich einmal schafft, eine solche Leistung von Beginn an und dann über 60 Minuten abzuliefern, dann braucht einem vor keinem Spiel bange zu sein“, so Prezic. Die Tatsache, dass sein Team als eines der wenigen in der gesamten Liga in der Lage sei, am Ende einer Partie sogar noch aufzudrehen, spreche für die gute körperliche Verfassung und die Fitness seiner Spieler.
Das allerdings trifft derzeit nicht auf alle zu. Nachdem sich Patrick Zimmermann gegen Eitra/Oberhaun eine Zerrung im Oberschenkel zuzog, steht hinter seinem Einsatz ein ebenso dickes Fragezeichen wie hinter dem des erkälteten Andreas Vellmete. Ob Marc Adam, der zuletzt wegen intensiver Klausurvorbereitungen nicht am Training teilnehmen konnte, in Ihringshausen auflaufen wird, darf ebenfalls bezweifelt werden.
Bereits am Samstagabend werden alle HSCer einen interessierten Blick nach Eschwege werfen, wo Spitzenreiter TSV den Tabellendritten Hofgeismar/Grebenstein empfängt. „Ich bin mir sicher, das Hofgeismar dieses Spiel gewinnt“, orakelt Hazim Prezic. Sollte das eintreffen und die Landwehrhäger einen Tag später ihr Spiel gewinnen, dann Eschwege und der HSC punktgleich an der Tabellenspitze. Eine spannendere Ausgangsposition für die dann verbleibenden vier Saisonspiel könnte man sich als Handballfreund kaum wünschen - zumal die Prezic-Sieben am letzten Spieltag noch in Eschwege ran muss. (per) |